Lektion 1 Wie viel Bildschirm ist in Ordnung?
Ziel dieser Lektion: Sie kennen die Empfehlungen der Fachgesellschaften und wissen, warum gerade kleine Kinder Bildschirme kaum brauchen.
2023 haben zehn medizinische und psychologische Fachgesellschaften gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Leitlinie veröffentlicht. Ihre Empfehlungen für die Freizeit:
| Alter | Empfehlung |
|---|---|
| unter 3 Jahren | keine Bildschirmmedien, auch nicht „nebenbei“ laufend |
| 3 bis 6 Jahre | höchstens 30 Minuten an einzelnen Tagen, nur gemeinsam mit Erwachsenen |
| 6 bis 9 Jahre | höchstens 30 bis 45 Minuten an einzelnen Tagen |
Warum so streng? Kleine Kinder lernen Sprache, Bewegung und Gefühle über echte Begegnungen. Zeit am Bildschirm fehlt dafür, und schnelle Bilder können unruhig machen und den Schlaf stören.
Was empfiehlt die Leitlinie für Kinder unter drei Jahren?
Für Kinder unter drei Jahren empfiehlt die Leitlinie keine Bildschirmmedien, auch keine Hintergrund-Berieselung.
Lektion 2 Gute Inhalte auswählen
Ziel dieser Lektion: Wenn Bildschirm, dann richtig: Sie erkennen kindgerechte Inhalte.
Welches Merkmal spricht gegen eine App für Kinder?
Werbung und In-App-Käufe gehören nicht in Kinder-Apps. Sie sind auf möglichst lange Nutzung ausgelegt.
Lektion 3 Regeln in der Familie
Ziel dieser Lektion: Sie legen ein paar einfache Regeln fest, die für alle gelten.
- Bildschirmfreie Zeiten: beim Essen und in der Stunde vor dem Schlafen
- Bildschirmfreie Orte: kein Fernseher und kein Tablet im Kinderzimmer
- Vorbild sein: Kinder merken genau, wie oft Erwachsene aufs Handy schauen.
- Nicht als Beruhigung oder Belohnung: Sonst wird der Bildschirm zum Mittel gegen jedes Gefühl.
- Ankündigen statt abschalten: „Nach dieser Folge machen wir aus.“
Ihr Kind ist quengelig beim Einkaufen. Ist das Handy eine gute Lösung?
Als Ausnahme ist das kein Drama. Wird es zur Regel, fehlt dem Kind die Erfahrung, Langeweile und Frust selbst zu bewältigen.
Lektion 4 Medien in der Kita
Ziel dieser Lektion: Sie wissen, wie Kitas mit Medien umgehen und was Sie fragen können.
Viele Kitas arbeiten mit Medienbildung: Kinder fotografieren den Ausflug, nehmen ein Hörspiel auf oder schauen ein Sachvideo zu einer Frage. Das ist etwas anderes als Berieselung, denn Kinder gestalten selbst und es gibt ein Ziel. Fragen Sie beim Elternabend nach dem Medienkonzept. Fotos und Videos von Kindern brauchen Ihre Einwilligung.
Mehr zur digitalen Verantwortung in der Familie: Sicher online.
Was ist ein Beispiel für gute Medienbildung in der Kita?
Gute Medienbildung heißt selbst gestalten, mit Ziel und Begleitung, nicht konsumieren.
Geschafft! Mit dem Medienplan unten legen Sie Regeln und Zeiten für Ihre Familie fest.
