KITA – Ratgeber für Kindertagesstätten

Wenn es um eine professionelle Kinderbetreuung geht, ist vielfach von einem Kindergarten die Rede. Der Oberbegriff lautet jedoch eher Kindertagesstätte und ist vor allem in seiner verkürzten Form Kita gebräuchlich. Kindertagesstätten sind Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und dementsprechend dem Elementarbereich zuzuordnen. Je nach Ausrichtung der Kindertagesstätte werden unterschiedliche Altersgruppen in der Kindertagesstätte betreut, wobei die Kinder in der Regel zwischen 0 und 6 Jahren alt sind.

Die Konzepte der Kindertagesstätten können ebenfalls stark variieren, so dass es bei der Suche nach einem Kita-Platz nicht nur darauf ankommt, überhaupt einen Betreuungsplatz zu ergattern, sondern auch darum, das passende pädagogische Konzept zu finden. Weiterhin sind der Betreuungsschlüssel, die Einbindung der Eltern sowie der typische Kindergartenalltag entscheidende Kriterien.

Tipps in Sachen Kindergarten und Kita sind bei Eltern sehr gefragt, können aber auch den pädagogischen Fachkräften durchaus eine Hilfe sein. Auf der Suche nach entsprechenden Informationen erweist sich Kindergarten.info als lohnende Anlaufstelle im Internet. Im Folgenden gibt es ein paar Ratschläge in Sachen Kindertagesstätte, die durchaus große Hilfen sein können.

Tipps für die Eingewöhnung in der Kita

Die erste Zeit im Kindergarten ist für die Kinder sehr aufregend und mitunter auch belastend, weil sich grundlegende Veränderungen in ihrem Leben ergeben. Aus diesem Grund ist das gesamte Umfeld gefordert, um eine bestmögliche Eingewöhnung zu ermöglichen. Insbesondere die Eltern sind hier gefragt, wobei auch die Erzieher/innen einen Beitrag dazu leisten können, dass sich die Kinder rasch zurechtfinden und wohlfühlen. Üblicherweise können hier unter anderem die folgenden Tipps sehr hilfreich sein:

  • Eltern sollten die Betreuung im Kindergarten gut vorbereiten und ihrem Nachwuchs die Möglichkeit geben, die Kita langsam kennenzulernen. Der Tag der offenen Tür und spezielle Schnupperangebote des Kindergartens können hier sehr hilfreich sein. So können sich die Kinder mit der Umgebung vertraut machen und die Erzieher/innen kennenlernen. Je nach Alter des Kindes sollte man auch offen mit ihm sprechen und es so auf die neue Lebensphase vorbereiten.
  • Im Sinne einer sanften Eingewöhnung sollten neue Kindergartenkinder nicht gleich den ganzen Tag in der Kindertagesstätte verbringen, sondern dort erst einmal nur stundenweise betreut werden. Beim ersten Mal kann mitunter auch noch ein Elternteil dabeibleiben.
  • Erzieher/innen sollten auf neue Kinder aktiv zugehen und sie in den Kita-Alltag einbinden. So knüpfen die Kinder erste Kontakte und finden sich schnell im Kindergartenalltag zurecht.

So können sich Eltern aktiv in den Kindergartenalltag einbringen

Grundsätzlich obliegt die Kinderbetreuung im Kindergarten den Erzieherinnen und Erziehern, was aber nicht bedeutet, dass die Eltern hier gar keine Rolle spielen. Sie sind die zentralen Bezugspersonen der Kinder und oftmals entscheidend dafür, wie ein Kind mit der Situation in der Kita umgeht.

Außerdem sollten Auffälligkeiten stets auch mit den pädagogischen Fachkräften besprochen werden. In der Regel sucht der Kindergarten ohnehin regelmäßig das Elterngespräch und geht im Zuge dessen auf die Entwicklung des Kindes ein. Darüber hinaus ist in vielen Kindertagesstätten aktive Elternarbeit sehr gerne gesehen.

Tipps für den Abschied von der Kita

Nachdem die mitunter auch schwierige Eingewöhnung gemeistert ist, fühlen sich die meisten Kinder in ihrer Kita sehr wohl. Im Laufe der Jahre knüpfen sie Freundschaften, betrachten die Kita möglicherweise als zweites Zuhause und haben eine enge Bindung zu den Erzieherinnen und Erziehern aufgebaut.

Dass das Ende der Kindergartenzeit schwerfällt und mit Abschiedsschmerz verbunden ist, bleibt daher oftmals nicht aus. Die Eltern können den Schmerz lindern, indem sie ein offenes Ohr für ihren Nachwuchs haben und gleichzeitig die Vorfreude auf die bevorstehende Einschulung fördern. So kann man hervorheben, dass das Kind nun schon groß ist und wie die Großen zur Schule gehen wird. Seitens der Kita kann der Abschied auch durch Rituale und eine feierliche Verabschiedung zelebriert werden.

Pädagogische Konzepte im Kindergarten

Unabhängig davon, ob es um die Betreuung des eigenen Nachwuchses oder einen geeigneten Arbeitsplatz im Erziehungswesen geht, spielt das pädagogische Konzept einer Kindertagesstätte stets eine wichtige Rolle. Eltern und Erzieher/innen sollten daher gleichermaßen um die teils stark voneinander abweichenden Ansätze wissen. Wer sich einen ersten Überblick verschaffen möchte, sollte unter anderem die folgenden Kita-Konzepte berücksichtigen:

  • Spielzeugfreier Kindergarten
  • Waldkindergarten
  • Interkulturelle Erziehung
  • Integrativer Kindergarten
  • Waldorfpädagogik
  • Pikler-Pädagogik
  • Bewegungskindergarten
  • Offener Kindergarten
  • Heilpädagogischer Kindergarten
  • Bilingualer Kindergarten
  • Situationsansatz
  • Montessori-Kindergarten
  • Erlebnispädagogik
Eltern sollten sich eingehend informieren und nicht nur die eigenen Vorlieben, sondern auch die individuellen Bedürfnisse ihres Kindes beachten. Wer dahingegen Erzieher/in ist, sollte die Eigenheiten der pädagogischen Konzepte kennen, entsprechende Weiterbildungen absolvieren und sich so als versierte pädagogische Fachkraft mit Expertenwissen positionieren.

Projekte und Feste in der Kita

Der Kindergartenalltag folgt in der Regel einem festgelegten Schema, das sich am jeweiligen pädagogischen Konzept orientiert. Die sich wiederholenden Abläufe geben den Kindern Sicherheit und Struktur, können zuweilen aber auch für Langeweile verantwortlich sein. Grundsätzlich sind hier die Erzieher/innen gefordert und können den Kindern immer wieder neue Impulse geben.

Das zur Verfügung stehende Spielzeug sowie die sonstigen Spielmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich der Kindertagesstätte sind ebenfalls wichtige Elemente. Ergänzend dazu werden oftmals Projekte durchgeführt und Feste veranstaltet. Dabei handelt es sich um Höhepunkte des Kindergartenalltags, die den Kindern Neues vermitteln und ihnen besondere Freude bereiten sollen. Darüber hinaus gehen auch besondere Lerneffekte damit einher, denn die Projektarbeit fördert die Teamfähigkeit der Kleinen und führt sie zudem an wichtige Themen, wie zum Beispiel die Jahreszeiten oder die Umwelt heran. Projekttage oder -wochen können folglich von großem Vorteil sein und spannende Bastelthemen vorgeben.

Das Feiern darf im Kindergarten ebenfalls nicht zu kurz kommen. Über mangelnde Anlässe kann man sich hier nicht beschweren, denn im Laufe des Jahres gibt es einige Festtage. Außerdem können die Kinder ihre Geburtstage gemeinsam feiern.

Alternativen zur Kindertagesstätte – Diese Formen der Kinderbetreuung gibt es

Die Betreuung in einer Kindertagesstätte ist für viele Familien eine absolute Selbstverständlichkeit, wenn die Zeit dafür reif ist. Abgesehen davon, dass es mitunter gar nicht so leicht ist, einen Kita-Platz zu ergattern, sollte man auch aus konzeptionellen Gründen über mögliche Alternativen nachdenken. Daher sind die folgenden Alternativen zum Kindergarten ebenfalls zu berücksichtigen:

  • Tagesmutter
  • Großtagespflege
  • Au-Pair
  • Kindermädchen
  • Großeltern
Vor allem in Situationen, in denen eine Kinderbetreuung aufgrund der Berufstätigkeit beider Elternteile unbedingt erforderlich ist, sollte man die Alternativen zur Kita durchaus im Hinterkopf haben. Welche Variante nun tatsächlich eine Option ist, variiert von Fall zu Fall und unterliegt somit einer Einzelfallentscheidung. Häufig lohnt es sich auch, mit der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten und sich beispielsweise beim örtlichen Jugendamt hinsichtlich der Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu informieren. Trotz des allgemeinen Rechtsanspruchs kann es erforderlich oder sinnvoll sein, sich nicht nur auf die Kita zu versteifen und stattdessen auch für andere Betreuungsformen offen zu sein.