Kindergarten

Der Kindergarten bildet eine wichtige Säule des Bildungssystems und widmet sich der Elementarstufe. Vielfach wird die Relevanz des Elementarbereichs unterschätzt, schließlich beginnt der Ernst des Lebens erst mit der Einschulung. Bildung und Erziehung setzen aber schon deutlich früher ein und sind lebenslange Prozesse, die den Menschen von der Geburt an begleiten. Hier sind in erster Linie die Eltern gefordert, die in den ersten Jahren die Basis schaffen. Auch der Kindergarten übernimmt hier ergänzend zu den Eltern eine wichtige Funktion und trägt zu einer umfassenden Förderung des Nachwuchses bei.

Die Erzieher/innen haben keineswegs die Aufgabe, den Kindern das Lesen, Schreiben oder Rechnen beizubringen, denn dies geschieht noch früh genug in der Schule. Stattdessen sollen die noch nicht schulpflichtigen Kinder adäquat betreut und gefördert werden. Dabei geht es unter anderem um die sozialen Kompetenzen, die Bewegungserziehung sowie die Sprachentwicklung. Die Kindergärten übernehmen dementsprechend eine wichtige Aufgabe und werden zu Recht als erste Stufe des Bildungssystems betrachtet, obgleich der Besuch eines Kindergartens keine Pflicht ist.

Erzieher/innen suchen vielfach Informationen rund um das Thema Kindergarten, da es sich dabei um ihre Arbeitsorte handelt. Auch Eltern wünschen sich vielfach einen Ratgeber in Sachen Kindergarten, schließlich soll der Nachwuchs früher oder später den Kindergarten besuchen und dort bestmöglich betreut werden. Es geht also längst nicht nur darum, Kinder im Vorschulalter unterzubringen, sondern sie bereits in jungen Jahren an das deutsche Bildungssystem heranzuführen. Während die lieben Kleinen die Sache vollkommen unbedarft angehen, machen sich die Erwachsenen umso mehr Gedanken und suchen daher nach detaillierten Informationen. Genau hier setzt nun Kindergarten.info, das neue Informationsportal in Sachen Kindergarten im Internet, an.

Die unterschiedlichen Ansätze der Kindergärten

Dass Kindergarten nicht gleich Kindergarten ist, zeigt sich recht schnell, denn obgleich sich alle Kindergärten der frühkindlichen Förderung im Elementarbereich widmen, verfolgen sie zum Teil sehr unterschiedliche Ansätze. Zunächst ist dabei festzuhalten, dass sich eine Kindertagesstätte in staatlicher, kirchlicher oder auch privater Trägerschaft befinden kann. Darüber hinaus zeigen sich Differenzen ebenfalls durch verschiedene pädagogische Ansätze. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang unter anderem die folgenden Kindergarten-Konzepte:

  • Offener Kindergarten
    Der offene Kindergarten gewährt den Kindern Zugang zu allen Räumen und bietet diesen absolute Bewegungsfreiheit innerhalb der Kindertagesstätte. Jeder Raum bietet dabei andere Möglichkeiten, so dass die Kinder ihren Interessen folgen und sich in Themenräumen ausleben können. Unterschiedlichste Beschäftigungsmöglichkeiten stehen im Innen- und Außenbereich zur Verfügung und können individuell genutzt werden. Der offene Kindergarten bietet den Kindern somit eine große Entscheidungsfreiheit, die der persönlichen Entwicklung zugutekommen soll.
  • Spielzeugfreier Kindergarten
    Spielzeug ist im Leben von Kindern allgegenwärtig und nicht selten die Basis zum Spielen. In spielzeugfreien Kindergärten wird dies jedoch abgelehnt, denn zumindest zeitweise gibt es hier keinerlei Spielzeug und auch keine festen Strukturen. Zunächst kann sich dann eine gewisse Langeweile einstellen, doch der spielzeugfreie Kindergarten zielt genau darauf ab und will die Lebenskompetenz der Kinder fördern, indem er auf äußere Reize verzichtet und stattdessen auf die Kreativität und den Einfallsreichtum der Kinder setzt.
  • Waldkindergarten
    Das Konzept des Waldkindergartens stammt ursprünglich aus Skandinavien, hat sich aber auch hierzulande längst etabliert. Dabei wird auf ein festes Gebäude verzichtet, denn sämtliche Aktivitäten finden im Freien statt. Die Kinder werden so an die Natur herangeführt und erleben tagtäglich Abenteuer. Gewöhnliches Spielzeug wird dazu nicht gebraucht, denn stattdessen findet man in der Natur alles, was man zum Spielen braucht.
  • Waldorfkindergarten
    Die durch Rudolf Steiner begründete Waldorfpädagogik wird ebenfalls in einigen Kindergärten praktiziert. Waldorfkindergärten zeichnen sich durch die soziale Dreigliederung sowie das anthroposophische Menschenbild aus. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind zentrale Grundsätze, die hier bereits im Elementarbereich Anwendung finden.
  • Kneipp-Kindergarten
    Kneipp-Kindergärten legen in besonderem Maße auf gesundheitsbewusstes Verhalten wert und orientieren sich an den Lehren und Erkenntnissen von Sebastian Kneipp. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Kräuter, Wasser, Bewegung sowie Ordnung bilden zentrale Säulen dieses Kindergarten-Konzeptes.
  • Montessori-Kindergarten
    Ein Kindergarten, der auf die Montessoripädagogik setzt, betrachtet jedes Kind gewissermaßen als „Baumeister seines Selbst“ und bietet diesem viele Freiheiten zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Ein offenes Konzept ist Montessori-Kindergärten ebenso zu eigen wie der Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“.
  • Bauernhofkindergarten
    Der Bauernhofkindergarten bietet Kindern im Vorschulalter eine bäuerliche Umgebung, in der sie sich einerseits ausleben können und andererseits viel über Tiere, Pflanzen sowie landwirtschaftliche Zusammenhänge lernen.

Darüber hinaus existieren noch viele weitere Kindergartenkonzepte, die in Deutschland mehr oder weniger weit verbreitet sind. Zuweilen steht auch eine besondere Sprachförderung inklusive eines mehrsprachigen Konzepts im Fokus. Spanische, japanische, italienische oder auch chinesische Kindergärten sind gute Beispiele dafür.

Herausforderung Kita-Suche – So finden Sie einen Kindergartenplatz vor Ort

In Anbetracht der zum Teil großen konzeptionellen Unterschiede fällt es vielen Eltern nicht leicht, den richtigen Kindergarten zu finden. Der Nachwuchs soll bereits von Anfang an bestmöglich gefördert werden, weshalb der jeweilige pädagogische Ansatz ein wichtiges Kriterium darstellt. Gleichzeitig besteht in Deutschland allerdings ein akuter Mangel an Kita-Plätzen, so dass es sich viele schlichtweg nicht leisten können, besonders wählerisch zu sein. Insbesondere dann, wenn man nach der Familienphase wieder berufstätig werden möchte, ist man als Elternpaar auf eine Betreuung des Nachwuchses angewiesen und sollte sich daher schon frühzeitig der Kita-Suche widmen. Im Zuge dessen erweist sich diese immer wieder aufs Neue als immense Herausforderung. Zum Teil muss man das Kind bereits kurz nach der Geburt anmelden, um es beispielsweise mit drei Jahren in den Kindergarten schicken zu können.

Neben der pädagogischen Ausrichtung ist auch die Wohnortnähe von großer Bedeutung für die Kita-Suche. Dass es mitunter sehr schwer ist, einen Kindergartenplatz zu finden, ist nicht nur frustrierend, sondern kann auch die Existenz der gesamten Familie gefährden. Ist die Betreuung nicht gesichert, können die Eltern nicht wie geplant berufstätig sein, so dass eine Rückkehr in den Job mitunter verhindert wird. Um derart dramatische Situationen zu vermeiden, gibt es in Deutschland mittlerweile einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Die aktuelle Rechtslage sieht für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zur Einschulung einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz vor. Dementsprechend dürfte es theoretisch kein Problem sein, einen Kita-Platz vor Ort zu finden. Die Realität sieht aber leider anders aus, denn vielerorts reichen de Plätze nicht aus, um den Rechtsanspruch auch tatsächlich zu erfüllen.

Der Unterschied zwischen Kindergarten, Kita und Kindertagesstätte

Wenn es um die Kinderbetreuung in einer entsprechenden Einrichtung geht, werden zuweilen unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet, die bei Laien mitunter Verwirrung stiften können. So ist von einem Kindergarten, einer Kita oder einer Kindertagesstätte die Rede. Darüber hinaus gibt es auch noch die Kindertagespflege, die in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden darf. Eltern, die einfach nur nach einem Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs im Vorschulalter suchen, müssen also erst einmal die Unterschiede der verschiedenen Betreuungsformen kennen, um basierend auf diesen Erkenntnissen die richtige Auswahl treffen zu können. Zugunsten der eigenen Berufstätigkeit und auch frühkindlichen Förderung des Kindes ist der Besuch einer entsprechenden Einrichtung von Vorteil, wobei das Kind natürlich bestmöglich gefördert und betreut werden soll. Es geht also nicht nur um eine zeitweise Verwahrung des Kindes, weshalb es in keiner Weise egal ist, wo und wie das Kind betreut wird.

Für die meisten Eltern erweist sich die Suche nach einem Betreuungsplatz gewissermaßen als Wissenschaft für sich. Die Herausforderung, überhaupt einen Platz zu ergattern, und auch die Vielfalt an pädagogischen Konzepten machen es engagierten Familien zuweilen schwer, den richtigen Betreuungsplatz zu finden. Dabei ist es unter anderem auch wichtig, zu wissen, worauf man sich einlässt. Aus diesem Grund gibt es im Folgenden Erklärungen zu den gängigen Bezeichnungen:

  • Kindergarten
    Der Kindergarten ist eine Betreuungseinrichtung für vornehmlich Kinder ab drei Jahren, wobei eine Ganztagesbetreuung nicht Standard ist.
  • Kindertagesstätte
    In einer Kindertagesstätte findet eine Ganztagesbetreuung von Kindern unterschiedlichsten Alters statt.
  • Kita
    Bei der Kita handelt es sich um keine eigenständige Betreuungseinrichtung, sondern lediglich um die gängige Abkürzung für die Kindertagesstätte.
  • Kiga
    Auch die Abkürzung Kiga für den Kindergarten hat sich etabliert und stellt keine anderweitige Form der Kinderbetreuung dar.
  • Kindertagespflege
    Im Rahmen der Kindertagespflege werden Kinder durch eine Kindertagespflegeperson betreut. Hier ist vielfach auch von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater die Rede.

Die Besonderheiten der Kindertagespflege sind mehr oder weniger offensichtlich, da nur wenige Kinder im Haushalt der Tagespflegeperson oder auch im Haushalt der Familie durch die Tagesmutter oder den Tagesvater betreut werden. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Kindergärten und Kindertagesstätten um öffentliche Einrichtungen, die zumeist aus mehreren Gruppen bestehen, in denen viele Kinder durch einige Erzieher/innen und andere pädagogische Fachkräfte betreut werden. Kindergarten und Kindertagesstätte lassen sich zwar unterschiedlich definieren, doch in den vergangenen Jahren hat sich der pädagogische Sektor sehr verändert. Kindergärten und Kindertagesstätten unterscheiden sich vielfach kaum noch voneinander, so dass eine solch scharfe Abgrenzung nicht mehr angemessen ist.

Kinderkrippe und Hort – Der Unterschied zur Kita

Wenn es um die verschiedenen Begriffe in Zusammenhang mit der Kinderbetreuung geht, sind unter anderem auch die Kinderkrippe und der Hort zu nennen. Da es auch hier um die Kinderbetreuung geht, könnte man nun annehmen, es handele sich bloß um Synonyme für die Kita, aber dem ist nicht so. Kinderkrippen und Horte sind von der Kindertagesstätte abzugrenzen und weisen andere Schwerpunkte auf. Die nachfolgenden Ausführungen sollen dies verdeutlichen und die Unterschiede aufzeigen:

  • Kinderkrippe
    Kennzeichnend für die Kinderkrippe ist die Tatsache, dass sich hier alles um die Kleinsten dreht. So werden bereits Säuglinge in der Krippe betreut. Der Besuch einer Kinderkrippe ist dann für gewöhnlich bis zu einem Alter von drei Jahren möglich. Dann müssen die Kinder die Einrichtung wechseln und fortan in der Kita oder im Kindergarten betreut werden.
  • Hort
    Im Hort findet eine Ganztagesbetreuung statt, die sich allerdings nur an Schulkinder richtet. Diese können nach Schulschluss im Hort betreut werden und sind somit nachmittags nicht auf sich alleingestellt, wenn die Eltern noch arbeiten müssen.

Wer übernimmt in der Kita die Kinderbetreuung?

Eltern, die ihren Nachwuchs in einer Kita betreuen lassen, sollten natürlich wissen, wer sich dort um ihr Kind kümmert. Daher ist es wichtig, die Betreuungskräfte kennenzulernen. Im Rahmen der Eingewöhnung ergibt sich vielfach die Gelegenheit dazu, so dass die Kita-Mitarbeiter/innen nicht mehr vollkommen fremd sind. Zudem sollten Mütter und Väter auch die Qualifikation der pädagogischen Kräfte hinterfragen, denn es handelt sich dabei längst nicht nur um Erzieher/innen.

Darüber hinaus sind auch Kindheitspädagogen/Kindheitspädagoginnen, Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen, Kinderpfleger/innen, Sozialassistenten/Sozialassistentinnen sowie mitunter Hilfskräfte in Kindertagesstätten tätig. Das pädagogische Personal kommt oft sehr vielfältig daher und besteht längst nicht nur aus Erzieher/innen, obgleich diese zumeist im Fokus stehen.

Welche Kita-Träger gibt es?

Kindertagesstätten und Kindergärten befinden sich stets in der Trägerschaft einer Stelle, der die Finanzierung und Leitung der Kita obliegt. Vielfach handelt es sich dabei um kirchliche Träger, zu denen beispielsweise auch die Caritas oder ganz allgemein die katholische oder evangelische Kirchengemeinde gehören. Wohlfahrtsverbände wie die AWO oder der Paritätische treten ebenfalls vielfach als Kita-Träger in Erscheinung.

Zudem sind hier auch die Kommunen nicht zu vergessen, denn zahlreiche Kindertagesstätten werden von den Städten und Gemeinden betrieben. Vereine kommen ebenfalls als Träger von Kindertagesstätten und Kindergärten in Betracht. Nicht selten steckt auch eine Elterninitiative dahinter. Zu guter Letzt ist darauf zu verweisen, dass so manche Kita von gewerblich-privaten Trägern betrieben wird.

Alternativen zum Kindergarten

Viele Kommunen setzen auf zusätzliche Angebote zur Kinderbetreuung, um dem Rechtsanspruch gerecht zu werden. Hier ist vor allem die Kindertagespflege zu nennen, die typischerweise von Tagesmüttern und mitunter auch Tagesvätern geleistet wird. Diese betreuen Kinder im häuslichen Umfeld oder schließen sich zu Großtagespflegestellen zusammen. Auf diese Art und Weise kann dem Betreuungsanspruch trotz Mangel an Kita-Plätzen in der Regel entsprochen werden.

Kindergarten.info – Das Online-Portal in Sachen Kindergarten und Kinderbetreuung

Eltern, Erzieher/innen und auch Kindertagespflegepersonen sind hier auf Kindergarten.info, dem Online-Portal in Sachen Kinderbetreuung, an der richtigen Adresse. Detaillierte Informationen zur Elementarstufe und Kinderbetreuung sind hier ebenso wie Hilfestellungen in Sachen Kita-Suche zu finden. Passende Einrichtungen vor Ort sowie ein ausführlicher Ratgeber machen einen virtuellen Besuch auf Kindergarten.info lohnenswert.