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Kindergarten – Wie funktioniert die Eingewöhnung?

Der Besuch eines Kindergartens ist hierzulande zwar keine Pflicht, für die meisten Familien aber eine Selbstverständlichkeit. So steht es für die meisten Eltern fest, dass ihr Nachwuchs vor der Schule in den Kindergarten geht. Wurde das Kind bis dahin nur zuhause von den Eltern betreut, ergibt sich dadurch eine gravierende Veränderung im Familienleben, die Kinder und Eltern gleichermaßen herausfordert.

Mütter und Väter müssen Verantwortung abgeben und zumindest stundenweise loslassen, während die Kinder in fremder Umgebung mit einer Vielzahl neuer Kinder und ihnen unbekannten Erzieherinnen zurechtkommen müssen. Eine adäquate Eingewöhnung im Kindergarten ist daher ein absolutes Muss und gibt dem Kind die Chance, langsam Vertrauen aufzubauen.

Wie läuft die Eingewöhnung im Kindergarten konkret ab?

Viele Eltern haben keine Vorstellung davon, wie die Eingewöhnung in der Kita konkret aussieht. Wer sich bislang noch nicht weiter mit dieser Thematik befasst hat und einfach nur froh darüber ist, einen Betreuungsplatz ergattert zu haben, sollte nicht den Fehler machen, den Nachwuchs einfach abzugeben und darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird. In der Eingewöhnungsphase im Kindergarten sind die Eltern in besonderem Maße gefordert und müssen ihrem Kind stets Sicherheit vermitteln.

Der konkrete Ablauf der Eingewöhnung kann dabei durchaus variieren und wird seitens der Kita vorgegeben. Oftmals setzen die Einrichtungen auf Schnuppertage, während dieser das neue Kindergartenkind in Begleitung eines Elternteils etwas Zeit im Kindergarten verbringt. Im nächsten Schritt bleibt es dann stundenweise allein in der Kita und wird so sanft an den Kita-Alltag herangeführt. Dies entspricht auch dem Berliner Modell, das auf eine phasenweise Eingewöhnung setzt und längst auch außerhalb von Berlin in den Kindergärten zum Einsatz kommt.

Wie lange dauert die Kindergarten-Eingewöhnung?

Wie viel Zeit die Eingewöhnung im Kindergarten in Anspruch nimmt, hängt von der Vorgehensweise der Einrichtung sowie dem jeweiligen Kind ab. Während einige Kinder rasch Anschluss finden und Vertrauen fassen, benötigen andere deutlich mehr Zeit.

Hier lassen sich also kaum pauschalen Angaben machen. Nichtsdestotrotz sollte man für die Kita-Eingewöhnung durchaus ein paar Wochen einplanen, in denen man diese neue Lebensphase gemeinsam mit seinem Kind beginnt.

Was kann man bei Problemen bei der Kita-Eingewöhnung tun?

Selbst die schonendste Eingewöhnung im Kindergarten läuft meist nicht ohne Tränen ab. Der Moment, in dem das Kind realisiert, dass es ohne Mama oder Papa allein im Kindergarten ist, kann durchaus erschreckend sein. In anderen Fällen wollen sich die Kinder auch nach Wochen nicht von den Eltern trennen und partout nicht in den Kindergarten.

Für die Eltern ist die Situation gleich doppelt belastend, denn einerseits wollen sie ihr Kind nicht im Stich lassen und andererseits möchten sie ihm eine frühkindliche Förderung im Kindergarten zuteilwerden lassen. Einfühlsam und konsequent sollten Eltern derartigen Problemen begegnen.

Zunächst sollten sie ihr Kind fragen, warum es nicht in den Kindergarten möchte. Ein reger Austausch mit den Erzieherinnen sollte ebenfalls stattfinden. So lässt sich in der Regel der Übergang in den Kindergarten erfolgreich meistern.

Tipps für eine erfolgreiche Eingewöhnung im Kindergarten

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern tun sich mit dem Loslassen oftmals schwer und empfinden den Beginn der Kindergartenzeit als überaus herausfordernd. In erster Linie sollte man aber an das Wohl des Kindes denken und diesem mit den folgenden Tipps die Eingewöhnung im Kindergarten möglichst leicht machen:

  • Eltern sollten in ihrem Kind eine gewisse Vorfreude auf den Kindergarten wecken und immer wieder mehr oder weniger beiläufig erwähnen, wie schön es im Kindergarten ist.
  • Insbesondere während der Eingewöhnung im Kindergarten sollte das Kind besonders viel Zuwendung bekommen und niemals das Gefühl haben, vernachlässigt zu werden.
  • Schnuppertage gemeinsam mit den Eltern geben dem Kind die Gelegenheit, die anderen Kinder sowie die Erzieherinnen vorab kennenzulernen.
  • Indem man das Kind schon früh daran gewöhnt, dass es nicht nur Zuhause betreut wird, kann man es gut auf die bevorstehende Kindergartenzeit vorbereiten.

Grundsätzlich gibt es aber natürlich kein Patentrezept für eine erfolgreiche und zudem schnelle Eingewöhnung in der Kita. Sofern keine schwerwiegenden Probleme vorliegen, meistern die Kinder dies aber früher oder später und werden sich schon bald auf den Kindergarten freuen.