Vorschule im Kindergarten

Das sogenannte Vorschulalter reicht in der Regel vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr und umfasst Kinder, die noch nicht der allgemeinen Schulpflicht unterliegen. Im Rahmen der Vorschule im Kindergarten erhalten diese nicht nur tagtäglich die Chance, mit Gleichaltrigen zu spielen, sondern kommen zugleich in den Genuss frühkindlicher Förderung durch entsprechend qualifizierte Erzieher/innen. Insbesondere die Vorschule im Kindergarten sorgt für eine adäquate Vorbereitung der Kinder auf den bevorstehenden Schuleintritt, der ein wichtiger Meilenstein in ihrem noch kurzen Leben darstellt.

Unterschiede zwischen Kindergarten und Vorschule

Grundsätzlich handelt es sich bei Kindergarten und Vorschule keineswegs um Synonyme, so dass es hier einer genauen Differenzierung bedarf. Der Kindergarten ist grundsätzlich eine Betreuungseinrichtung für Kinder ab dem dritten Lebensjahr, die zwar keinem allgemeinverbindlichen Lehrplan folgt, in der der Nachwuchs aber elementarpädagogisch betreut wird. Obgleich die Bedeutung frühkindlicher Förderung allgemein anerkannt ist, wird den Kindergärten kein eigenständiger Bildungsauftrag zugestanden. Der jeweilige Träger bestimmt demnach, wie der Kindergartenalltag aussieht und welchem Konzept die Kindertagesstätte folgt.

Die Vorschule ist vom klassischen Kindergarten abzugrenzen und beschreibt Einrichtungen, die zwischen Kindergarten und Grundschule besucht werden. Die Vorschulkinder sollen hier auf den Schuleintritt vorbereitet und allmählich an den schulischen Alltag gewöhnt werden, ohne direkt dem Leistungsdruck der Schule ausgesetzt zu sein. Mittlerweile ist die separate Vorschule nicht mehr weit verbreitet, da die erhofften positiven Effekte nicht wie gewünscht eintraten. Stattdessen steht heute eher die Vorschule im Kindergarten im Fokus, wobei einige Grundschulen ebenfalls über Vorschulklassen verfügen.

Was bedeutet Vorschule im Kindergarten?

Eltern, die sich für die Förderung im Vorschulalter interessieren und sich ein genaues Bild von den Möglichkeiten machen möchten, stoßen immer wieder auf die Vorschule im Kindergarten. Vielfach kommt dann die Frage auf, was sich dahinter verbirgt. Da mit der Einschulung gewissermaßen der Ernst des Lebens beginnt, ist eine adäquate Vorbereitung ohne Frage überaus wichtig. Nichtsdestotrotz sind eigenständige Vorschulen hierzulande meist kein Thema mehr.

Die Vorschule im Kindergarten schließt diese Lücke und prägt in vielen Einrichtungen das letzte Kindergartenjahr. Die Vorschule im Kindergarten weicht vom normalen Tagesablauf ab und führt die Kinder schrittweise an strengere Regeln heran. So müssen sie beispielsweise zeitweise sitzen bleiben und sollen nicht ständig herumlaufen. Zugleich soll die Konzentrationsfähigkeit durch entsprechende Übungen gefördert werden, schließlich kommt es darauf in der Schule in besonderem Maße an.

Die Vorschule im Kindergarten ist längst nicht in allen Einrichtungen ein Thema, denn vielerorts gibt es einfach nicht die Möglichkeit, Fünfjährige gesondert zu betreuen. Die klassischen Vorschulen wurden aber ohnehin abgeschafft, weil die gesamte Kindergartenzeit gewissermaßen als Vorbereitung auf die Einschulung betrachtet werden kann und die relevante Entwicklung nicht nur im letzten Kindergartenjahr stattfindet. Dementsprechend kann die gesamte Kindergartenzeit durchaus als Vorschule betrachtet werden, wobei eine eigene Vorschule im Kindergarten vor allem in größeren Einrichtungen existiert.

Materialien für die Vorschule

Die Vorschule sieht es als ihre Aufgabe an, Kinder an den schulischen Alltag heranzuführen. Dabei kommen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden Dinge:

  • Arbeitsblätter
  • Lernspiele
  • Stifte
  • Schere
  • Malkasten

Eine umfangreiche Ausstattung ist für die Vorschule im Kindergarten in der Regel nicht erforderlich. Die pädagogischen Fachkräfte widmen sich motorischen, sprachlichen und auch mathematischen Übungen und führen die Kinder mit einfachen Mitteln an diese Grundlagen heran. Die Eltern müssen dafür Sorge tragen, dass das Kind die notwendigen Materialien mitbringt. Darüber hinaus kann man auch daheim viel für die Förderung von Kindern im Vorschulalter tun. Lernspiele, das Vorlesen und auch das Basteln kann dazu beitragen, dass das Kind seine Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit verbessert. Dies sind essentielle Fähigkeiten für den Schulstart, die es somit zu fördern gilt.

Wann steht der Besuch einer Vorschule an?

Obgleich das Vorschulalter von der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum sechsten Lebensjahr reicht, richtet sich die Vorschule üblicherweise an Fünfjährige, die im folgenden Jahr eingeschult werden. Verfügt der Kindergarten über eine integrierte Vorschule, besuchen die Kinder im entsprechenden Alter ganz automatisch die Vorschule im Kindergarten.

Ansonsten bietet sich der Besuch einer vorschulischen Einrichtung auch für Kinder an, die zwar eigentlich das Schulalter erreicht haben, aber noch nicht die erforderliche Reife haben. Kinder, die etwas mehr Zeit oder eine spezielle Förderung benötigen, können somit zunächst die Vorschule besuchen und dann einfach ein Jahr später eingeschult werden.