Kündigung Kindergarten

Die meisten Eltern sind trotz des gesetzlich verankerten Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind froh, wenn sie auch tatsächlich einen Kindergartenplatz ergattert haben. Dennoch kann mitunter eine Kündigung des Kindergartens im Raum stehen. Dies kann ganz unterschiedliche Gründe haben, wobei einige Dinge stets zu beachten sind.

So gilt es in der Regel, Fristen einzuhalten. Darüber hinaus stellen sich Mütter und Väter regelmäßig die Frage, wie sie den Kindergartenplatz ihres Kindes kündigen können. Da die meisten Eltern juristische Laien sind und in dieser Angelegenheit wohl kaum einen Rechtsanwalt konsultieren werden, suchen sie nach Vorlagen und Mustern für die Kündigung des Kindergartens.

Weiterhin ist zu beachten, dass die Kindergarten-Kündigung nicht zwingend von den Eltern ausgehen muss, sondern mitunter auch vom Träger angestrebt wird. Infolgedessen droht somit der Verlust des Kindergartenplatzes, was insbesondere für berufstätige Eltern zu schwierigen Situationen führen kann.

Die Kündigung des Kindergartens ist somit ein heikles Thema, das durchaus relevant werden kann. Zunächst ist man natürlich froh, einen Platz zu haben, doch unterschiedlichste Gründe können das Glück trüben. Dann ist es gut, um die Modalitäten einer Kindergarten-Kündigung zu wissen. Nachfolgend finden sich umfassende Informationen zu diesem Thema, die zumindest einen ersten Eindruck vermitteln.

Kündigung Kindergarten – Was ist zu beachten?

Wer den Kindergarten kündigen möchte, muss dabei einiges beachten und sollte zunächst wissen, dass diesbezüglich keine gesetzlichen Kündigungsfristen existieren. Dementsprechend ist der Vertrag, der zwischen den Eltern und der betreffenden Einrichtung geschlossen wurde, maßgebend.

Darin findet man nicht nur Angaben zur Betreuung, sondern unter anderem auch die Kündigungsfristen. Diese können mitunter sehr unterschiedlich ausfallen, so dass ein Studium des Kleingedruckten im Vertrag unabdinglich ist. Typischerweise kann die Kindergarten-Kündigung zum Ende des Monats oder auch des Kindergartenjahres erfolgen.

Dabei sind jedoch die vertraglich vereinbarten Fristen zu beachten, die beispielsweise zwischen vier und acht Wochen liegen können. Es ist also grundsätzlich nicht möglich, den eigenen Nachwuchs von heute auf morgen aus dem Kindergarten zu nehmen und den betreffenden Platz zu kündigen. Dies muss schon fristgerecht erfolgen.

Abgesehen von der Kündigungsfrist ist zu beachten, dass die Kündigung des Kindergartens in Schriftform erfolgen sollte. Dabei kann man die schriftliche Kündigung persönlich im Kindergarten abgeben oder auch postalisch versenden. Wer sich für den Versand entscheidet, sollte auf ein Einschreiben mit Rückschein setzen, um im Zweifelsfall den Zugang belegen zu können.

Außerordentliche Gründe für die Kündigung des Kindergartens

Die ordentliche Kündigung des Kindergartens ist stets an Fristen gebunden. Eltern, die dies umgehen möchten, können in einigen Fällen eine außerordentliche Kindergarten-Kündigung vornehmen, die allerdings auch außerordentliche Gründe erfordert. Eine entsprechende Möglichkeit besteht beispielsweise im Falle eines Umzugs der Familie. Verändert sich der Wohnort, kann es dazu kommen, dass der Kindergarten fortan zu weit entfernt ist.

Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang keine eindeutige Rechtsprechung. Zumindest im Falle eines beruflich bedingten Umzugs haben Eltern aber gute Karten für eine außerordentliche Kündigung des Kindergartens. Ein Umzug ist nicht die einzige Situation, in der ein außerordentlicher Grund für eine Kindergarten-Kündigung vorliegt.

Unterschiedlichste Gründe können dazu führen, dass es Eltern als unzumutbar empfinden, ihr Kind weiterhin in den betreffenden Kindergarten zu schicken. Bevor es zu einer Kündigung kommt, sollten sie jedoch mit den Verantwortlichen das Gespräch suchen. Ändert sich auch nach einer Abmahnung nichts, kann man unter Anführung der Gründe außerordentlich kündigen.

Muster für eine Kindergarten-Kündigung

Als juristische Laien tun sich Mütter und Väter oftmals mit der Formulierung der Kindergarten-Kündigung schwer. Insbesondere im Falle außerordentlicher Gründe kann es durchaus eine große Herausforderung sein, die Kündigung des Kindergartens zu Papier zu bringen. Nichtsdestotrotz sollten Eltern stets die Schriftform wählen. Unterstützend finden sich beispielsweise online zahlreiche Vorlagen und Muster für eine Kündigung des Kindergartens. An diesen kann man sich bei der Formulierung orientieren und hat so einen Leitfaden zur Hand. Grundsätzlich sollte die Kindergarten-Kündigung dabei stets die folgenden Informationen beinhalten:

  • Name des Kindes
  • Name und Anschrift der Eltern
  • Name und Anschrift des Kindergartens
  • Kündigungstermin
  • gegebenenfalls außerordentliche Gründe der Kündigung

Grundsätzlich soll das Schreiben deutlich zum Ausdruck bringen, dass es sich um eine Kündigung des Kindergartenplatzes handelt. Dementsprechend ist der folgende Satz der Kern des Kündigungsschreibens und im Allgemeinen vollkommen ausreichend:

Hiermit kündige ich den Kindergartenplatz meines Kindes NAME fristgerecht zum DATUM beziehungsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt.