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Kindergärten in katholischer Trägerschaft

Hinsichtlich der Trägerschaft gibt es im Bereich der Kindergärten große Unterschiede. Viele Kindertagesstätten befinden sich in kommunaler Trägerschaft, während andere Kindergärten kirchlich daherkommen. Dazu gehören unter anderem auch Kindergärten in katholischer Trägerschaft, die vielerorts wichtige Bestandteile der katholischen Kirchengemeinde sind.

Wer nach dem richtigen Kindergartenplatz für sein Kind sucht und den entsprechenden Rechtsanspruch nutzen möchte, landet so immer wieder auch bei dem einen oder anderen katholischen Kindergarten. Handelt es sich bei dem Träger einer Kindertagesstätte um die katholische Kirche, wirft dies zuweilen einige Fragen auf. Eltern, die die richtige Betreuung für ihren Nachwuchs suchen und dabei unter anderem auch einen Kindergarten in katholischer Trägerschaft ins Auge fassen, sollten sich daher vorab gut informieren und ein genaues Bild von katholischen Kindergärten machen.

Merkmale katholischer Kindergärten

Zunächst stellt sich die Frage, ob und inwiefern die katholische Trägerschaft den Alltag in einem entsprechenden Kindergarten beeinflusst. Grundsätzlich sollte man sich dabei immer wieder vor Augen führen, dass die katholische Kirche die Institution ist, die den Kindergarten betreibt. Die Glaubenslehre und Sittenlehre der katholischen Kirche hat folglich ohne Frage Einfluss auf den Kindergartenalltag.

Dies liegt schon allein daran, dass alle Erzieher/innen katholisch sind und seitens des Trägers gewisse Leitfäden an die Hand bekommen. Religionspädagogik spielt in Kindergärten in katholischer Trägerschaft eine nicht unerhebliche Rolle, so dass Gott, Jesus und Bibelgeschichten immer wieder thematisiert werden. Eine wertorientierte Bildung und Erziehung ist das Ziel eines jeden katholischen Kindergartens, der sich das christliche Menschenbild zum Vorbild nimmt.

Die katholische Trägerschaft solcher Kindergärten hat auch ganz praktisch zur Folge, dass die Finanzierung des Kindergartens größtenteils der katholischen Kirche obliegt. Die Eltern müssen folglich nur geringe und ihrem Einkommen angemessene Kindergartenbeiträge zahlen. Im Gegenzug existiert hier zumeist ein für alle Seiten zufriedenstellender Betreuungsschlüssel.

Der Alltag in einem katholischen Kindergarten

Die religiöse Prägung katholischer Kindergärten ist nicht von der Hand zu weisen und liegt in der Natur der Sache. Festtage wie Ostern und Weihnachten werden hier unter religiösen Aspekten betrachtet, so dass die Kinder schon in jungen Jahren an das christliche Menschenbild und die katholische Kirche herangeführt werden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es in einem katholischen Kindergarten ausschließlich um Bibelgeschichten geht.

Kindertagesstätten in katholischer Trägerschaft nehmen die religiöse Erziehung der Kinder zwar sehr ernst, setzen aber zugleich natürlich auch auf die allgemeine Pädagogik. Die Religionspädagogik ist folglich nur ein Aspekt des Gesamtkonzeptes. Für Geschichten oder auch Bastelstunden liefert die katholische Kirche aber dennoch immer wieder geeignete Vorlagen. Dessen sollten sich Eltern bewusst sein, die ihr Kind in einem katholischen Kindergarten anmelden.

Katholischer Kindergarten – Für wen eignet er sich?

Dass sich ein katholischer Kindergarten für katholisch getaufte Kinder anbietet, liegt auf der Hand. Aber auch Familien, die nicht katholisch sind, werden mit ihrem Betreuungswunsch von den Kindergärten in katholischer Trägerschaft keineswegs kategorisch abgelehnt. Grundsätzlich sind die Kindergärten offen für Kinder unterschiedlichster Religionen und Kulturen. Die grundlegenden Prinzipien des katholischen Glaubens sind aber dennoch immer wieder Gegenstand des Kindergartenalltags. Die Eltern sollten folglich zumindest damit leben können, dass ihre Kinder in einem solchen Kindergarten immer wieder mit dem katholischen Glauben konfrontiert werden. Wer dies kategorisch ablehnt, sollte vielleicht von einem katholischen Kindergarten Abstand nehmen und sich stattdessen nach anderen Kindergärten umschauen.

Obgleich viele Kindergärten in katholischer Trägerschaft eine kulturelle und religiöse Offenheit an den Tag legen, ist in manchen Einrichtungen die katholische Taufe des Kindes Voraussetzung für dessen Aufnahme. In solchen Fällen ist ein katholischer Kindergarten natürlich nur für den Nachwuchs katholischer Familien geeignet.

Ob und welche konkreten Aufnahmekriterien im katholischen Kindergarten existieren, ist stets bei der jeweiligen Kita zu erfragen. Eltern sollten folglich gegebenenfalls das Gespräch suchen und sich so vorab gründlich informieren. Bei dieser Gelegenheit gewinnen sie ohnehin einen ersten Eindruck und können sagen, ob der katholische Kindergarten in Betracht kommt oder nicht.