Laternenlieder: die bekanntesten Texte für St. Martin

Von der kindergarten.info-Redaktion · zuletzt bearbeitet im November 2026

Ohne Lieder kein Laternenumzug. Wenn die Gruppe durch die dunklen Straßen zieht und alle „Rabimmel, rabammel, rabumm“ singen, ist das für viele Kinder der schönste Moment im ganzen Herbst. Damit Eltern mitsingen können, stehen hier die Texte der drei bekanntesten Laternenlieder, dazu Tipps, wie das Singen beim Umzug gelingt. Die passende Laterne steht unter Laterne basteln.

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Ich geh mit meiner Laterne

Das bekannteste Laternenlied überhaupt. Die erste Hälfte jeder Strophe bleibt gleich, nur die letzten beiden Zeilen wechseln. So können auch Kinder mitsingen, die noch nicht alle Strophen kennen.

1. Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne,
hier unten leuchten wir.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr.
Rabimmel, rabammel, rabumm.

2. Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne,
hier unten leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
Rabimmel, rabammel, rabumm.

3. Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne,
hier unten leuchten wir.
Mein Licht ist aus, wir gehn nach Haus.
Rabimmel, rabammel, rabumm.


Laterne, Laterne

Kurz, mit nur drei Tönen in der Melodie, deshalb das ideale erste Laternenlied für Krippe und jüngere Kindergartenkinder.

1. Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

2. Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir alle zu Hause sind.

3. Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht.


Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind

Das Lied erzählt die Legende von Sankt Martin, Strophe für Strophe. Ältere Kinder spielen sie gern als kleines Stück nach: ein Kind als Martin mit rotem Tuch als Mantel, eines als Bettler.

1. Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

2. Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt’ Kleider nicht, hatt’ Lumpen an.
„O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt’re Frost mein Tod!“

3. Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Ross stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

4. Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gab den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil’
hinweg mit seinem Mantelteil.


Weitere beliebte Laternenlieder

Diese Lieder sind jünger und urheberrechtlich geschützt. Die Texte finden Sie in Liederbüchern und bei den Verlagen, viele Kitas haben sie im Liederordner.

  • Kommt, wir wolln Laterne laufen von Rolf Zuckowski
  • Durch die Straßen auf und nieder, Text von Lieselotte Holzmeister

So klappt das Singen beim Umzug

  • Früh üben: zwei Wochen vorher, jeden Tag ein bisschen, am besten beim Basteln der Laterne oder im Auto.
  • Weniger ist mehr: Eine Strophe, die alle können, klingt besser als vier, die keiner sicher kennt.
  • Kehrreim betonen: „Rabimmel, rabammel, rabumm“ dürfen die Kinder laut rufen, dann singen auch schüchterne mit.
  • Erwachsene singen mit: Draußen verlieren sich Kinderstimmen schnell. Eltern, die mitsingen, halten die Melodie.
  • Textzettel für Eltern: Viele Kitas verteilen vor dem Umzug ein Blatt mit den Texten. Diese Seite lässt sich dafür ausdrucken.
  • Pausen einplanen: Beim Gehen singt es sich schwer. An Kreuzungen oder am Ziel anhalten und dort gemeinsam singen.

Die Geschichte von Sankt Martin, kurz zum Vorlesen

Vor langer Zeit lebte ein Soldat, der hieß Martin. An einem eiskalten Winterabend ritt er auf seinem Pferd zum Stadttor. Dort saß ein Mann im Schnee. Er hatte keine warmen Kleider und fror schrecklich. Viele Leute gingen an ihm vorbei. Martin aber hielt an. Er hatte nichts dabei außer seinem großen, warmen Mantel. Da nahm er sein Schwert, teilte den Mantel in zwei Hälften und gab eine dem frierenden Mann. In der Nacht träumte Martin, dass er etwas sehr Gutes getan hatte. Später wurde er Bischof, und bis heute denken wir am 11. November an ihn. Wir tragen Laternen, damit es hell wird, so wie es für den armen Mann hell wurde, als Martin mit ihm teilte.


Häufige Fragen

Welches Laternenlied eignet sich für Kleinkinder?

„Laterne, Laterne“: kurz, wenige Töne, viele Wiederholungen. Bei „Ich geh mit meiner Laterne“ singen Kleinkinder zumindest den Kehrreim mit.

Darf ich die Texte ausdrucken und in der Kita verteilen?

Die drei Lieder auf dieser Seite sind überlieferte Volkslieder und frei. Für geschützte Lieder wie die von Rolf Zuckowski gelten die Rechte der Urheber, dafür lieber Liederbücher nutzen.

Wann ist St. Martin?

Am 11. November. Laternenumzüge finden oft in den Tagen davor oder danach statt, je nach Kita, Kirchengemeinde oder Ort.