Entwicklungsgespräch in der Kita: Ablauf, Vorbereitung und Fragen

Von der kindergarten.info-Redaktion · veröffentlicht im September 2026 · zuletzt bearbeitet im Oktober 2026

Einmal im Jahr, oft rund um den Geburtstag des Kindes, laden viele Kitas zum Entwicklungsgespräch ein. Erzieherin oder Erzieher und Eltern setzen sich zusammen und sprechen darüber, wie sich das Kind entwickelt hat, was es gerade beschäftigt und wie man es gemeinsam unterstützen kann. Für Eltern ist es die beste Gelegenheit, mehr über den Kita-Alltag ihres Kindes zu erfahren.

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Wie läuft ein Entwicklungsgespräch ab?

  1. Einstieg kurzes Ankommen, Dauer und Ablauf klären, meist 30 bis 60 Minuten
  2. Kita-Sicht Die Fachkraft berichtet aus Beobachtungen: Spiel, Freundschaften, Sprache, Motorik, Selbstständigkeit. Oft liegt das Portfolio auf dem Tisch.
  3. Eltern-Sicht Wie erleben Sie Ihr Kind zu Hause? Was beschäftigt es, was hat sich verändert?
  4. gemeinsam Stärken, nächste Schritte, gegebenenfalls Förderung vereinbaren
  5. Abschluss Absprachen festhalten, Termin für eine Rückmeldung vereinbaren

So bereiten Sie sich vor

  • Notieren Sie zwei, drei Fragen, die Ihnen wirklich wichtig sind.
  • Was ist Ihnen zu Hause aufgefallen, an Neuem und an Sorgen?
  • Gibt es Veränderungen in der Familie, etwa ein Geschwisterkind, einen Umzug, eine Trennung oder Krankheit? Sie helfen der Kita, das Kind zu verstehen.
  • Wenn möglich kommen beide Eltern.
  • Bei Sprachbarrieren rechtzeitig um eine Übersetzung bitten.

Gute Fragen an die Kita: Mit wem spielt mein Kind am liebsten? Wie geht es mit Streit um? Was macht ihm gerade besonders Freude? Wobei braucht es noch Unterstützung? Was können wir zu Hause tun?


Wenn schwierige Themen auf den Tisch kommen

Manchmal spricht die Kita eine Auffälligkeit an, etwa bei der Sprache, der Motorik oder im Verhalten. Das ist kein Vorwurf. Gute Fachkräfte sprechen früh an, was sie beobachten, damit es Zeit für Unterstützung gibt.

  • Nachfragen: In welchen Situationen fällt es auf? Seit wann?
  • Nicht sofort entscheiden: Sie dürfen um Bedenkzeit bitten.
  • Nächster Schritt: Oft ist das ein Termin bei der Kinderärztin oder beim Kinderarzt, bei der nächsten U-Untersuchung oder einer Frühförderstelle.
  • Datenschutz: Ohne Ihre Einwilligung gibt die Kita nichts an Ärzte, Therapeuten oder die Schule weiter.

Mehr zur Zusammenarbeit zwischen Familie und Kita: Erzieher als Partner der Eltern und Dokumentation im Kindergarten.


Häufige Fragen

Wie oft gibt es ein Entwicklungsgespräch?

Meist einmal im Jahr. Viele Kitas bieten zusätzlich ein Gespräch nach der Eingewöhnung und vor der Einschulung an. Eltern können jederzeit selbst um ein Gespräch bitten.

Muss ich zum Entwicklungsgespräch gehen?

Es ist freiwillig, aber sehr zu empfehlen. Es ist die beste Gelegenheit, den Kita-Alltag des Kindes kennenzulernen.

Ist das Kind beim Gespräch dabei?

Meist nicht. Bei älteren Kindern beziehen manche Kitas das Kind kurz ein, etwa beim Blättern im Portfolio.