Schuleingangsuntersuchung: Ablauf, Inhalte und was Eltern mitbringen
Von der kindergarten.info-Redaktion · veröffentlicht im September 2026 · zuletzt bearbeitet im Oktober 2026
Bevor ein Kind in die Schule kommt, wird es vom Gesundheitsamt untersucht: die Schuleingangsuntersuchung, oft einfach „Einschulungsuntersuchung“ genannt. Sie ist in allen Ländern Pflicht. Es ist aber keine Prüfung, die man bestehen oder nicht bestehen kann. Es geht darum, ob ein Kind gut in die Schule starten kann und ob es dafür Unterstützung braucht.
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Wann und wo findet sie statt?
Durchgeführt wird sie vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamts, meist im Jahr vor der Einschulung. Die Einladung kommt per Post, oft nach der Schulanmeldung. In manchen Ländern findet die Untersuchung früher statt, damit Förderung noch in der Kita-Zeit beginnen kann. In Baden-Württemberg ist sie zum Beispiel zweigeteilt, mit einem ersten Termin schon im vorletzten Kindergartenjahr.
In welchem Schuljahr Ihr Kind schulpflichtig wird, zeigt der Einschulungsrechner mit den Stichtagen aller Länder.
Was wird untersucht?
| Sehen und Hören | Sehtest, Hörtest |
| Größe und Gewicht | Körpermaße, allgemeiner Gesundheitszustand |
| Grobmotorik | auf einem Bein hüpfen, balancieren, Hampelmann |
| Feinmotorik | Stifthaltung, Formen nachmalen, ausschneiden |
| Sprache | Laute, Satzbau, Wortschatz, Nachsprechen |
| Wahrnehmung und Denken | Mengen, Formen, Farben, Unterschiede erkennen |
| Verhalten | Konzentration, Ausdauer, Umgang mit Aufgaben |
| Unterlagen | Impfstatus, U-Heft, Masernnachweis |
Das sollten Sie mitbringen
- Impfpass des Kindes. Der Masernschutz muss nachgewiesen sein.
- Gelbes Untersuchungsheft (U-Heft) mit den Früherkennungsuntersuchungen
- Brille oder Hörgerät, falls vorhanden
- den Einladungsbrief und gegebenenfalls ausgefüllte Fragebögen
- Befunde von Ergotherapie, Logopädie oder Fachärzten, wenn es welche gibt
Nicht üben, nicht trainieren: Die Untersuchung soll zeigen, wo Ihr Kind wirklich steht. Erklären Sie ihm vorher kindgerecht, dass eine Ärztin ein paar Spiele mit ihm macht, und planen Sie etwa eine Stunde ein. Ausgeschlafen und satt geht alles leichter.
Was passiert mit dem Ergebnis?
Die Ärztin oder der Arzt bespricht das Ergebnis direkt mit Ihnen und gibt eine Empfehlung, zum Beispiel zur Sprachförderung, Ergotherapie oder zu einer Untersuchung beim Kinderarzt. Die Schule bekommt eine Rückmeldung, ob es Besonderheiten gibt. Über eine Zurückstellung vom Schulbesuch oder eine vorzeitige Einschulung entscheiden nicht die Ärzte, sondern je nach Land die Schulleitung oder das Schulamt, meist auf Antrag der Eltern.
Wie die Vorbereitung auf die Schule in der Kita aussieht, steht unter Vorschule im Kindergarten.
Häufige Fragen
Ist die Schuleingangsuntersuchung Pflicht?
Ja, in allen Bundesländern. Wer nicht erscheint, bekommt einen neuen Termin. In manchen Ländern drohen auch Bußgelder.
Kann ein Kind bei der Untersuchung durchfallen?
Nein. Es gibt kein Bestehen oder Durchfallen, nur eine Einschätzung und Empfehlungen zur Förderung.
Wie lange dauert die Schuleingangsuntersuchung?
Meist 45 bis 60 Minuten. Ein Elternteil ist dabei.
Wer entscheidet über eine Zurückstellung?
Je nach Land die Schulleitung oder das Schulamt, meist auf Antrag der Eltern. Die Untersuchung ist dabei eine wichtige Grundlage.
