Sozialassistent-Ausbildung: Dauer, Voraussetzungen und Weg zur Erzieherin

Von der kindergarten.info-Redaktion · veröffentlicht im September 2026 · zuletzt bearbeitet im Oktober 2026

Wer Erzieherin oder Erzieher werden möchte, aber (noch) keinen mittleren Schulabschluss oder keine passende Berufsausbildung hat, beginnt oft mit der Ausbildung zur Sozialassistentin oder zum Sozialassistenten. Sie dauert zwei Jahre, findet an einer Berufsfachschule statt und ist in vielen Ländern die übliche Vorstufe zur Erzieherausbildung. Zugleich ist sie ein eigener Berufsabschluss, mit dem man in Kitas, Ganztagsschulen und der Familienpflege arbeiten kann.

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Die Ausbildung auf einen Blick

Artschulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, mit Praktika in Einrichtungen
Dauerin der Regel 2 Jahre Vollzeit, Abschluss mit staatlicher Prüfung
Abschlussstaatlich geprüfte Sozialassistentin oder staatlich geprüfter Sozialassistent, oft mit Schwerpunkt Sozialpädagogik
Zugangje nach Land Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss
Geldkeine Ausbildungsvergütung, weil die Ausbildung rein schulisch ist. Schüler-BAföG ist möglich.
Kostenan staatlichen Schulen in der Regel schulgeldfrei, an privaten Schulen oft mit Schulgeld

Ländersache: Name, Zugang und Schwerpunkte regeln die Länder. Mancherorts heißt der Abschluss Sozialpädagogische Assistentin, in anderen Ländern ist er mit der Kinderpflege eng verwandt. Welche Variante es bei Ihnen gibt, sagt die Berufsfachschule vor Ort oder das Kultusministerium.


Was lernt man?

  • Pädagogik und Entwicklungspsychologie: wie Kinder lernen, spielen und sich entwickeln
  • Spiel, Musik, Bewegung, Gestalten: Angebote für Kinder planen und anleiten
  • Pflege und Gesundheit: Hygiene, Erste Hilfe, Ernährung
  • Hauswirtschaft und Alltagsorganisation
  • Kommunikation: Gespräche mit Kindern, Eltern und im Team
  • Praxis: mehrere Wochen Praktikum, meist in Kita, Hort oder einer sozialen Einrichtung

Für den Bericht über die Praxisphase gibt es bei uns eine kostenlose Vorlage für den Praktikumsbericht.


Der Weg zur Erzieherin: Sozialassistenz als Vorstufe

  1. Start Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
  2. 2 Jahre Sozialassistenz an der Berufsfachschule. Je nach Land wird dabei der mittlere Schulabschluss mit erworben.
  3. 2–3 Jahre Erzieherausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik, auch praxisintegriert (PiA) mit Vergütung
  4. Ziel staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher

In mehreren Ländern, zum Beispiel Niedersachsen, Hessen und Sachsen, ist eine abgeschlossene Sozialassistenz mit sozialpädagogischem Schwerpunkt ein regulärer Zugang zur Erzieherausbildung. Wer schon Abitur hat oder eine andere passende Berufsausbildung, kann oft direkt in die Erzieherausbildung oder in eine verkürzte Variante einsteigen.


Arbeiten als Sozialassistentin

Mit dem Abschluss arbeitet man als Zweitkraft oder Ergänzungskraft:

  • in Krippe, Kindergarten und Hort, an der Seite der Fachkräfte
  • in der offenen Ganztagsschule und der Mittagsbetreuung
  • in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und in der Familienpflege

Im öffentlichen Dienst wird je nach Tätigkeit nach TVöD SuE eingruppiert, für Kinderpflegekräfte meist S 3 oder S 4. Was das in Euro bedeutet, zeigt der Gehaltsrechner TVöD SuE. Aktuelle Stellen in Ihrer Nähe stehen in der Stellenbörse.

Stand: Oktober 2026. Zugang, Bezeichnung und Ablauf regeln die Länder in ihren Berufsfachschulverordnungen. Maßgeblich ist die Auskunft der Schule.


Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Sozialassistenten?

In der Regel zwei Jahre in Vollzeit an einer Berufsfachschule.

Bekommt man Geld während der Ausbildung?

Nein, es gibt keine Ausbildungsvergütung. Schüler-BAföG kann beantragt werden, für zweijährige Bildungsgänge mit Berufsabschluss auch bei Wohnen im Elternhaus. Es muss nicht zurückgezahlt werden.

Kann man danach Erzieher werden?

Ja, in vielen Ländern ist die Sozialassistenz der übliche Zugang zur Erzieherausbildung an der Fachschule.

Welcher Schulabschluss ist nötig?

Je nach Land der Hauptschulabschluss oder der mittlere Schulabschluss. Die Berufsfachschule nennt die genauen Bedingungen.