Quereinstieg als Erzieher: Wege, Voraussetzungen und Geld
Von der kindergarten.info-Redaktion · veröffentlicht im August 2026 · zuletzt bearbeitet im Oktober 2026
Kitas suchen dringend Fachkräfte, und viele Menschen wollen nach Jahren in einem anderen Beruf etwas mit Kindern machen. Der Quereinstieg als Erzieherin oder Erzieher ist deshalb heute in allen Ländern möglich. Meist geht er über eine bezahlte Ausbildung neben der Arbeit in der Kita. Wichtig ist, die Wege zu unterscheiden: Wer als Fachkraft zählen will, braucht in der Regel die staatliche Anerkennung.
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Die Wege im Überblick
| Weg | Dauer | Geld | Für wen |
|---|---|---|---|
| PiA (praxisintegriert) | 3 Jahre | Ausbildungsvergütung, bei kommunalen Trägern ab 1.490,69 € | mittlerer Abschluss plus Berufsausbildung oder Berufserfahrung |
| Berufsbegleitende Ausbildung | 3–4 Jahre in Teilzeit | Gehalt aus einer Teilzeitstelle in der Kita, oft als Ergänzungskraft | wer schon in einer Einrichtung arbeitet |
| Umschulung | meist 2–3 Jahre | Förderung durch Arbeitsagentur oder Jobcenter (Bildungsgutschein) | bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit |
| Anerkennung verwandter Abschlüsse | je nach Fall | Gehalt als Fachkraft | zum Beispiel Kindheitspädagogik, Sozialpädagogik, Heilpädagogik |
Voraussetzungen
Die Bedingungen regelt jedes Land selbst. Häufig reicht für die Erzieherausbildung:
- mittlerer Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung, auch fachfremd, oft mit Praxis im sozialen Bereich
- oder Fachhochschulreife oder Abitur mit Praktikum
- oder mehrjährige Berufstätigkeit oder Familienarbeit, je nach Land anerkannt
- ein erweitertes Führungszeugnis und in der Regel der Masernschutz-Nachweis
Wer erst ausprobieren will, ob der Beruf passt: Bis 27 Jahre geht das im FSJ, danach im Bundesfreiwilligendienst. Wer noch keinen mittleren Abschluss hat, kann über die Ausbildung zur Sozialassistentin einsteigen. Weitere Wege: Umschulung zum Erzieher und Fernstudium Frühpädagogik.
Achtung bei Kurzlehrgängen: Angebote wie „In 6 Monaten Erzieher“ führen meist nicht zur staatlichen Anerkennung. Sie qualifizieren höchstens als Ergänzungs- oder Assistenzkraft. Prüfen Sie vor der Anmeldung, ob am Ende die staatliche Anerkennung als Erzieherin steht. Im Zweifel fragt man beim Kultusministerium oder der Fachschule nach.
Geld während des Quereinstiegs
- PiA: tarifliche Vergütung ab dem ersten Monat
- Aufstiegs-BAföG: für die Fachschulausbildung zur Erzieherin möglich, mit Zuschuss für Lebensunterhalt und Lehrgangskosten, auch in Vollzeit
- Bildungsgutschein: bei einer Umschulung über Arbeitsagentur oder Jobcenter
- Teilzeitstelle als Ergänzungskraft bei berufsbegleitender Ausbildung
Was Sie danach als Fachkraft verdienen, zeigt der Gehaltsrechner TVöD SuE. Freie Ausbildungs- und Arbeitsstellen stehen in der Stellenbörse.
Häufige Fragen
Kann man als Quereinsteiger Erzieher werden?
Ja. Der häufigste Weg ist die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) mit Vergütung, oft möglich mit mittlerem Abschluss und einer anderen Berufsausbildung.
Wie lange dauert der Quereinstieg?
Meist drei Jahre bis zur staatlichen Anerkennung, berufsbegleitend auch länger. Verkürzungen sind je nach Vorbildung möglich.
Verdient man während des Quereinstiegs Geld?
In der PiA-Ausbildung ja, bei kommunalen Trägern ab 1.490,69 Euro im ersten Jahr. Für die Fachschule ist zudem Aufstiegs-BAföG möglich.
